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27.09.2009 –

Rechtliche Vertretung für Ältere in Europa

Das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) hat in einer internationalen Kooperation über zwei Jahre das Projekt ADEL (Advocacies for frail und incompetent Elderly in Europe) durchgeführt.

Im Rahmen der Untersuchung wurden in fünf Ländern (Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien und Tschechische Republik) unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung des steigenden Bedarfs rechtlicher Vertretung untersucht. Ein solcher steigender Bedarf ergibt sich neben der demografischen Entwicklung auch aus den Umständen, dass die Familie als traditionelles Vertretungs- und Sicherungssystem strukturellen Veränderungen unterworfen ist und Unterstützungsleistungen (sozialstaatliche als auch versicherungsrechtliche) zunehmend beschränkt werden. Ziel des Projektes war es, erfolgreiche Reformansätze bzw. alternative Lösungsformen zu identifizieren, um die rechtlichen Belange bzw. Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu sichern. Der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde bei dem Projekt eine große Bedeutung beigemessen. Die zentralen Fragestellungen des Projektes waren:

  • Wie kann eine adäquate Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gesichert werden?
  • Welche Alternativen gibt es zu einer (staatlich-regulierten) Vertretung?
  • Wie sollte eine rechtliche Vertretung optimal gestaltet werden?
Die Studie wird im Dezember diesen Jahres veröffentlicht. Besuchen Sie die Homepage des ISG.