30.11.2011 – Inklusion
Vielfalt leben in einer inklusiven Gesellschaft
Zwei Anträge, über die auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Kiel abgestimmt wurde, setzten sich mit dem Thema Inklusion auseinander.
Bisher werden viele Menschen und ganze Personengruppen an der selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft gehindert. Mittelbare und unmittelbare Diskriminierungen, bauliche und kommunikative Barrieren sowie mangelnde öffentliche und gesellschaftliche Förderung machen viel zu oft eine Teilhabe an der Gesellschaft unmöglich. Dies betrifft in verschiedenen Bereichen Menschen mit Behinderungen, Frauen, Kinder, alte Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die in Armut leben. Religion und sexuelle Identität können ebenfalls Diskriminierung und Gewalt auslösen. Die Delegierten haben zwei Anträge beschlossen, die Grundzüge unserer Vorstellung von einer inklusiven Gesellschaft skizzieren. Maßstab inklusiver Politik ist das selbstverständliche Recht aller auf Selbstbestimmung sowie gleiche Lebenschancen von Anfang an. In einer inklusiven Gesellschaft werden Menschen als Individuen anerkannt. Es ist normal, verschieden zu sein. Zuschreibungen nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, körperlicher, intellektueller oder psychischer Beeinträchtigung, Religion oder sozialer Herkunft haben auf die Frage nach der "gesellschaftliche Teilhabe oder nicht?" keine Auswirkung mehr. Jedes Individuum hat unabhängig von seinen persönlichen Merkmalen aufgrund seines Menschseins den gleichen Anspruch auf Würde, auf barrierefreien Zugang zu Infrastruktur, zu Produkten und Dienstleistungen und die gleichen Rechte auf Teilhabe an der Gesellschaft. Es geht um die gleiche Freiheit für jede und jeden, mit Unterstützung und durch eigene Anstrengung etwas aus seinem Leben machen zu können. Es geht um ein selbstbestimmtes Leben und die gleichen Lebenschancen für alle.Meine Rede zu den Anträgen können Sie hier sehen: http://www.youtube.com/watch?v=dbJjUmQn1F4&list=PLD17CE3CAAC76E27C&index=12&feature=plpp_video Weiter unten können sie die beiden Anträge "Vielfalt leben in einer inklusiven Gesellschaft" und "Inklusives Gemeinswesen - Eine Gesellschaft für alle!" herunterladen.