15.11.2012 – Arbeit und Soziales
Spitzeneinkommen und Einkommensungleichheit
Untersuchung der Hochschule Karlsruhe konstatiert reale Nettoeinkommensverluste der unteren Hälfte in den letzten zehn Jahren
Nach aktuellen Angaben des Wirtschaftsprofessors Hagen Krämer und Christina Anselmann von der Hochschule Karlsruhe hat die Ungleichheit der preisbereinigten Einkommen von 2000 bis 2009 zugenommen (http://www.boeckler.de/41500_41516.htm
Auch Kate Pickett und Richard Wilkinson wiesen im Jahre 2009 nach, dass die Einkommensverteilung ein zentraler Faktor für eine wirtschaftlich und sozial funktionsfähige Gesellschaft ist. So seien Faktoren wie die Lebenserwartung, psychische Erkrankungen, Gewalt und Analphabetismus in engem Zusammenhang mit der Einkommensdifferenz zwischen den oberen 20 Prozent und den unteren 20 Prozent einer Gesellschaft zu sehen. Je größer die Schere zwischen arm und reich, desto größer seien die sozialen Folgekosten. Selbst die sonst zurückhaltende OECD sieht in der zunehmenden Ungleichheit in Deutschland die deutliche Gefahr für eine Schwächung der Wirtschaftskraft.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung wird den 4. Armuts- und Reichtumsbericht nach eigenen Angaben Mitte Dezember diesen Jahres vorlegen.
Eine Übersicht der bisherigen Berichte sowie der Entwurf des 4. Berichtes gibt es hier: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/kontrovers---das-aktuelle-thema-neue-armut-in-deutschland.html#berichte-der-bundesregierung1256
Die parlamentarische Diskussion zur Erstellung des 4. Armuts- und Reichtumsberichts kann hier nachverfolgt werden: http://markus-kurth.de/Suchen-Details.97+M5a84c36d3dc.0.html