BAG Wohnungslosenhilfe erklärt den neuen Bericht der schwarz-gelben Bundesregierung als „völlig unzureichend“
Die Bundesregierung plant für den 4. Armuts- und Reichtumsbericht eine neue Darstellungsform, den so genannten lebenslaufbezogenen Ansatz (siehe auch Antwort auf unsere Kleine Anfrage hierzu: http://markus-kurth.de/Suchen-Details.97+M5a84c36d3dc.0.html). Dieser Ansatz kann als Ergänzung der bisherigen Berichtslegung sinnvoll sein, Armut und Reichtum umfassender darzustellen. Bündnis 90/ DIE GRÜNEN haben schon als Reaktion auf den ersten Berichtsentwurf gefordert, dass dieser neue Ansatz die bisherige, auf Personengruppen bezogene Berichterstattung (lebenslagenbezogener Ansatz) nicht überlagern dürfe.
Genau dies geschieht aber mit dem 4. Armuts- und Reichtumsbericht, wie nun die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) in einer Pressemitteilung moniert. Hiernach führe dieser neue Ansatz „als methodisches Generalprinzip“ zu einer völlig unzureichenden Darstellung von Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit. So würden die Bereiche „Sozialhilfe und Sozialhilfegewährungspraxis“, „Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit inkl. Notversorgung“, „Arbeitsmarkt und Arbeitsförderung“ sowie „Gesundheit und Gesundheitsförderung“ überhaupt nicht dargestellt. Zudem seien die bisherigen Beteilungsformen der zivilgesellschaftlichen Organisationen ungenügend. Die Pressemitteilung der BAG W findet sich hier: http://www.der-paritaetische.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=/uploads/media/4_arb_entwurf_11_2012_vers_2.pdf&t=1354371491&hash=3571f93b2a6fca46eeb7a1ca7c0568a3e0998e33
Und hier zum Schattenbericht des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Nationalen Armutskonferenz: http://www.bagw.de/presse/Armut-Schattenbericht_NAK.pdf
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